Makrofonie
 

Seeadler



Schutzmaßnahmen für die Seeadler

Erklärungen von Christian Falk


Für den Schutz der Seeadler am Niederrhein haben wir uns dem Bund angeschlossen, um dem größten Greifvogel
Deutschlands die besten Schutzmaßnahmen zu ermöglichen. Unter anderem wurde durch Herrn Dr. Randolf Kricke
von der UNB Duisburg eine spezielle Horst-Schutzzone veranlasst, um diesen Vögeln die nötige Ruhe zu gewährleisten.
Dieser Bereich im Naturschutzgebiet um den Seeadler Horst darf von Jägern, Bauern oder Grundstücksbesitzern nicht betreten
werden. Generell dürfen Flächen in einem Naturschutzgebiet nicht betreten werden. Nur im Notfall (kranke oder verletzte Tiere),
während einer offiziellen Jagd und für die Bewirtschaftung der Wiesen darf das Naturschutzgebiet in Walsum betreten werden.

Außerdem wurden neue Zäune und Schlepptore aufgebaut und defekte Zäune repariert. Es wurden besondere Schilder
angebracht, um die Besucher der Rheinaue zu informieren und auf das Brutgebiet und seine empfindlichen Bewohner
hinzuweisen. In diese Beschilderung wurden zusätzlich QR-Codes integriert, die auf die Webseite vom BUND weiterleiten
und so dem Besucher schon vor Ort gute Informationen zur Verfügung stellen. Während der Brutzeit wurden die Besucher
des Naturschutzgebietes über die Ranger (Finanziert durch die Stadtsparkasse Duisburg) und dem LAK Seeadler
vom Bund informiert. Die Ranger, sowie der LAK schützten in diesem Zeitraum das Gebiet durch ihre Anwesenheit
und zusätzliche Kontrollgänge.

Seeadler Falk

Der Bund hat desweiteren eine Webseite mit unseren Berichten und Fotos erstellt. Als Download auf dieser Seite ist nun
auch eine umfangreiche Informationsbröschüre aus den Inhalten der Webseite mit einem Vorwort vom Bund
Landesvorsitzenden Holger Sticht verfügbar. Dort kann man unter anderem nun die Seeadler-Brutergebnisse des
Jahres 2025 in NRW erfahren.

Das Brutgebiet der Seeadler wird seit Oktober 2025 durch mehrere Wildkameras überwacht und so werden außerdem
in diesen Bereichen viele Tierarten dokumentiert. Neben Fuchs, Rehwild, Feldhasen und Nutrias wurden auch schon
Silberreiher, Waldkauz, Kohlmeisen, Biber und natürlich auch die Seeadler aufgenommen. Wir werden zeitnah über
die Vorgänge benachrichtigt und können so sofort eingreifen, wenn Störungen entstehen.

Im letzten Jahr (2025) wurden im Naturschutzgebiet auch umfangreiche Änderungen des Deichweges vorgenommen.
Neue Müllbehälter und Bänke wurde aufgebaut und der Deichweg zwischen Hubbrücke und Modelflugplatz wurde zum
Schutz der sehr seltenen Wachtelkönige und anderen Wiesenvögeln mit einem Schutzzaun versehen. Der Aufbau der
Zäune wird voraussichtlich im Sommer 2026 abgeschlossen sein.



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